Stimmen aus Gaza – was heute ist und was morgen sein könnte

  • Datum –
  • Referent_innenProf. Abed Schokry
  • PreisEintritt frei

Zwar gilt offiziell ein Waffenstillstand – dennoch geht der Völkermord im Gazastreifen weiter. Abed Schokry hat die Hölle in Gaza selbst erlebt und berichtet aus erster Hand vom Alltag zwischen Angst und Hunger. Von der verzweifelten Suche nach dem Nötigsten. Vom Zusammenhalt der Menschen. Und er spricht über das, was mit den Hörsälen und Schulen verschwindet: die Zukunft einer ganzen Generation.
Aber er sieht auch eine Vision auf Basis der widerständigen Kraft der palästinensischen Bevölkerung, genannt Sumud. Die kann allerdings erst Realität werden, wenn Deutschland und Europa nach Völkerrecht und Menschenrechten handeln, so wie es im Assoziierungsabkommen zwischen EU und Israel vorgesehen ist.

 

Prof. Abed Schokry wuchs in Gaza-Stadt auf. Nach seinem Abitur kam er 1990 nach Deutschland und studierte in Berlin Medizintechnik. Nach seiner Promotion kehrte er nach Gaza zurück und lehrte an der Universität Gaza Arbeitswissenschaft und Qualitätsmanagement bis im Oktober 2023 seine Universität zerbombt wurde. Über 200 Tage harrte er mit seiner Familie im Gazastreifen aus, mehrfach vertrieben, in Notunterkünften. 2024 gelang ihm die Flucht über Ägypten nach Deutschland.
Viele seiner Verwandten und Bekannten sind unter den über 70.000 Getöteten. Heute lebt er in Bonn.