Bad Krozingen

Schon seit über 40 Jahren existiert in Bad Krozingen eine amnesty-Gruppe. Rein ehrenamtlich unterstützen wir die Menschenrechtsarbeit von amnesty international.

Derzeit beschäftigen wir uns mit der Situation der Menschenrechte beim Abbau seltener Erden in der Demokratischen Republik Kongo und planen verschiedene Aktionen dazu. Eine Einführung in das Thema findet sich hier in englischer Sprache:

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Wir treffen uns monatlich und freuen uns über Interessenten.

Kontakt: badkrozingen (at) amnesty-suedbaden.de

 

Gottesdienst zum Thema Flucht und Vertreibung

Am 17.10.2021 gestaltete die Amnesty-Gruppe Bad Krozingen /Staufen gemeinsam mit der Katholischen Kirche Bad Krozingen einen Gottesdienst zum Thema Flucht und Vertreibung. Die Gruppe bekam Gelegenheit, Amnesty-International vorzustellen und besonders an den Fall „El Hiblu“ zu erinnern, für den gerade im Rahmen der Aktion „60 Jahre Amnesty“ Unterschriften gesammelt werden.

Drei Jugendliche und etwa 100 andere Menschen wurden von der Besatzung des Öltankers “El Hiblu” aus einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer gerettet. Doch die Besatzung versuchte die Geretteten nach Libyen zurückzubringen.

Die drei Jugendlichen dolmetschten und verhinderten, dass die Menschen erneut nach Libyen in Haft und Folter gebracht wurden. Aber auf dem Meer vor Malta stürmten die maltesischen Behörden das Schiff und behaupteten, die drei Jugendlichen hätten es mit Gewalt unter ihre Kontrolle gebracht. Ihnen drohen jetzt lebenslängliche Haftstrafen.

Dabei wollten die drei Jugendlichen nur in Sicherheit gelangen und die übrigen Geretteten schützen. Der maltesische Generalstaatsanwalt muss jetzt dringend alle Anklagen fallen lassen und das Verfahren einstellen.

Die meiste Gottesdienstbesucher waren sehr interessiert und es konnten viele Unterschriften gesammelt werden.

Darüber hinaus kamen für das Zweckspendenprojekt „Behandlungszentren für Folteropfer“ ca. 150,- € an Spenden zusammen. Zentren, welche im Bereich (traumatisierte) Geflüchtete und Rehabilitation von Folteropfern arbeiten, werden mit den entsprechenden Summen aus dem Topf des Zweckspendenprojekts unterstützt.

 

Gottesdienst zum Kongo in der Christuskirche Bad Krozingen, 21.03.2021

Die amnesty-Gruppe Bad Krozingen hat einen Gottesdienst zur Situation der Menschenrechte beim Abbau seltener Erden in der Demokratischen Republik Kongo gestaltet.

 

Mit Amnesty International gegen politische Verfolgung in aller Welt!

Jedes Jahr in der Adventszeit ruft Amnesty International weltweit dazu auf, in einem Briefmarathon für 10 Opfer von Menschenrechtsverletzungen in Not und Gefahr Appellbriefe und E-Mails an die verantwortlichen Regierungen zu schreiben.

Viele Bürger haben sich mit der Amnesty International Gruppe Bad Krozingen-Staufen am Samstag, den 21.11.2020 auf den Lammplatz in Bad Krozingen am Briefmarathon 2020 beteiligt. Dort lagen an einem Infostand Briefe zu einigen dieser Opfer aus, die mitgenommen oder vor Ort unterschrieben werden konnten.

Mehr Informationen zum Briefmarathon 2020 können Sie unter https://www.amnesty.de/allgemein/kampagnen/schreib-fuer-freiheit-der-amnesty-briefmarathon-2020 abrufen.

 

Elektro-Autos als „saubere“ Alternative?
Die Kobalt-Gewinnung in der Demokratische Republik Kongo

Zu diesem Thema wurde am 21.11.2019 im Kino „Joki Bad Krozingen“, angeregt durch die Amnesty International Gruppe Bad Krozingen, der Film „This is Congo“ gezeigt.

In einem Vorspann von Amnesty International waren Kongolesen zu sehen, Erwachsene und Kinder, die in völlig ungesicherten Erdschächten in der Tiefe mit bloßen Händen nach Erzklumpen gruben, um mit deren Verkauf ihr Überleben zu sichern.

Der anschließende Dokumentarfilm von Daniel McCabe aus dem Jahre 2017 zeigte danach eindringlich den brutalen Konflikt im Zusammenhang mit der Ausbeutung der Rohstoffe des Landes.

Neben dem professionellen Abbau von Kobalt als Nebenprodukt von Nickel und Kupfer durch vorwiegend chinesische Firmen entstanden unzählige provisorische Schächte, in denen illegale Förderung durch die notleidende Bevölkerung betrieben wird. Hierdurch sind häufig Unfälle auch mit Todesfolge zu beklagen.

In E-Autos, Handys, Laptops und Tablets werden zukünftig große Mengen von Kobalt benötigt. Allein die Automobilindustrie wird im Jahr 2035 ca. 122.000 Tonnen des Rohstoffs für Akkus der Elektrofahrzeuge benötigen.

Unternehmen die diese Rohstoffe benötigen, sollten dabei unbedingt ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in ihren Lieferketten nachkommen. Dies ist eine der Forderungen von Amnesty International neben dem strikten Verbot von Kinderarbeit.

Die Kinobesucher waren betroffen von dieser Thematik und unterstützten AI in seinen Forderungen durch ihre Unterschrift auf den ausgelegten Petitionslisten an VW, Daimler und BMW.


amnesty-Gruppe Bad Krozingen:
oben: Lucia, Corinna, Inge
unten: Tamara, Sven, Stefan

25. Oktober 2021