Offenburg

Wir sind seit Kurzem der Auftakt einer neugegründeten Amnesty Ortsgruppe Offenburg. Uns verbindet schon länger die Bildungs- und Aufklärungsarbeit rund um das Apartheidsystem in Israel, die Nakba sowie den Genozid in Gaza. Diesen Aktivismus führen wir gerne an der Seite sowie im Namen von Amnesty fort.

Auch beschäftigen uns Themen wie das Recht auf Protest und die erstarkende Polizeigewalt in Deutschland.

Wir haben bereits Infostände, Filmabende, Vorträge sowie eine Mahnwache zum „Gedenken der Opfer der andauernden ethnischen Säuberung Palästinas“ veranstaltet. Derzeit arbeiten wir an einer Filmreihe von arabischen Filmemacher:innen, um Stereotype aufzubrechen sowie gegen Rassismus zu stehen und Raum für Diskussionen zu eröffnen. Wir freuen uns sehr über Mitstreiter:innen – auch mit neuen Ideen und Anliegen, so dass sich unsere Themenbandbreite vervielfältigt.

Alles Liebe und vielleicht bis bald

Euer Team bei Amnesty Offenburg 

Kontakt:

Wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen möchten, schreiben Sie uns bitte an:
offenburg@amnesty-suedbaden.de

Zukünfige Veranstaltungen:

Wir freuen uns sehr, euch zu unserer nächsten Veranstaltung im Innenstadtzentrum Offenburg am Sonntag, den 4.10.2026, um 17:00 Uhr einzuladen. Kommt zahlreich und bringt eure Freund*innen!

Auch wenn offiziell ein Waffenstillstand gilt, geht der Völkermord im Gazastreifen weiter. Seit Oktober 2025 wurden mehr als 1000 Palästinenser*innen im Gazastreifen getötet. Die israelische Armee weitet ihre Besatzungszone immer weiter aus und schnürt die in Trümmern lebende Bevölkerung immer wieder von der Versorgung ab. 

Abed Schokry hat die Hölle in Gaza selbst erlebt. Er berichtet aus erster Hand. Vom Alltag zwischen Angst und Hunger. Von der verzweifelten Suche nach dem Nötigsten. Vom Zusammenhalt der Menschen. Und er spricht über das, was mit den Hörsälen und Schulen verschwindet: die Zukunft einer ganzen Generation. Kinder, die seit Jahren nicht zur Schule gehen. Studierende ohne Universität. Bildung und Kultur als Ziel der Zerstörung. Aber er sieht auch eine Vision auf Basis der widderständigen Kraft der palästinensischen Bevölkerung, genannt Sumud. Die kann allerdings erst Realität werden, wenn Deutschland und Europa nach Völkerrecht und Menschenrechten handeln, so wie es im Assoziierungsabkommen zwischen EU und Israel vorgesehen ist.

Prof. Abed Schokry wuchs mit elf Geschwistern in Gaza-Stadt auf. Nach seinem Abitur kam er 1990 nach Deutschland und studierte an der Technischen Universität Berlin Medizintechnik. Nach seiner Promotion kehrte er 2007 nach Gaza zurück und lehrte jahrelang an der Universität Gaza Arbeitswissenschaft und Qualitätsmanagement, zuletzt als Vizedekan. Im Oktober 2023 wurde seine Universität zerbombt. Über 200 Tage harrte er mit seiner Frau und fünf Kindern im Gazastreifen aus, mehrfach vertrieben, in Notunterkünften. 2024 gelang ihm die Flucht über Ägypten nach Deutschland. Viele seiner Verwandten und Bekannten sind unter den über 70.000 Getöteten. Heute lebt er in Bonn. 

 

Vergangene Veranstaltungen:

Infostand am CSD Offenburg

Die Amnesty-Ortsgruppe Offenburg wird sich mit einem Infostand am diesjährigen Offenburger CSD am Samstag, den 27.06.2026, beteiligen. Kommt und besucht uns zwischen 14:00- 19:00 im Bürgerpark!

 

Filmvorführung zum Nakba Gedenktag mit Amnesty Infostand am 15.05.2026 um 18:20, Kino Center Kehl

Ein heruntergekommenes Viertel am Rande Athens, das von Kriminalität und Armut gezeichnet ist: die Cousins Reda (Aram Sabbah) und Chatila (Mahmoud Bakri) ringen täglich mit der gleichen Notlage wie hunderttausend andere Palästinenser:innen – dem Leben als Geflüchtete. Verbunden durch Liebe und Freundschaft, aber auch die Last der Verzweiflung, die sie über Zeit und Ort hinweg verfolgt, kämpfen sie darum, ihrem Elend zu entkommen und eine bessere Zukunft für sich selbst und ihre Lieben, die sie zurückgelassen haben, zu sichern. Aber gibt es überhaupt einen Ausweg für die beiden? Wie kann die Menschlichkeit bewahrt werden, wenn man in ein Leben hineingeboren wird, das von unaufhörlicher Grausamkeit geprägt ist? To a Land Unknown ist eine einfühlsame, bewegende und fesselnde Auseinandersetzung mit der Situation der Palästinenser:innen und damit, was es bedeutet, ein:e staatenlose:r Geflüchtete:r in einer von rassistischen Vorurteilen und sozialen Ungleichheiten geprägten Welt zu sein. Der bekannte dänisch-palästinensische Filmemacher Mahdi Fleifel hat seinen neuesten Film gemeinsam mit dem marokkanisch-britischen Drehbuchautor und Filmemacher Fyzal Boulifa geschrieben. Der Film feierte seine Premiere 2024 bei den Filmfestspielen von Cannes und gewann den PublikumEspreis beim Internationalen Filmfestival Thessaloniki.

Quelle: REAL FICTION FILME

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Kommen! 

Kennenlerntreffen für Interessierte am 17.03.2026 im „Studio“ der Offenburger Stadtbibliothek

unser erstes Kennenlerntreffen für Interessierte in diesem Jahr findet am Dienstag, den 17. März, ab 17:45 bis ca. 19.00 im „Studio“ (1. OG) der Offenburger Stadtbibliothek. Treffpunkt ist um 17:45 im Foyer bei den Ausleihterminals, von wo aus wir gemeinsam ins Studio gehen. Wer etwas später kommt, kann gerne direkt ins Studio dazukommen. Wir freuen uns über alle, die dazukommen und Lust haben, sich rund um das Thema Menschenrechte zu engagieren. Das Treffen ist vollkommen unverbindlich und soll vor allem dem Kennenlernen sowie dem Austausch über menschenrechtliche Themen und deren konkrete Umsetzung in Offenburg dienen.

Vortrag zum Thema „Apartheid heute – Was ist das und wo gibt es das noch?“ am 21.03.2026 um 15:00, Stadtteil- und Familienzentrum Innenstadt (Offenburg)

 

Der Internationale Tag gegen Rassismus wird jährlich am 21. März begangen. Er wurde 1966 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Erinnerung an das Massaker von Sharpeville im Jahr 1960 ausgerufen, bei dem 69 friedliche Demonstrierende im damaligen südafrikanischen Apartheidsystem durch die Polizei getötet wurden.

Ausgehend von dem Hintergrund diesen Gedenktages lohnt sich eine Auseinandersetzung mit der Aktualität sowie der Dimension des Apartheidbegriffs.

Unter dem Titel „Apartheid heute – Was ist das und wo gibt es das noch?“ stellt Bernhard Keimer den Amnesty-International-Bericht von 2022 zum israelischen Apartheidsystem gegen die Palästinenser*innen vor. Anhand dieses relevanten Beispiels werden grundlegende Merkmale eines Apartheidsystems erläutert und damit einhergehende Menschenrechtsverletzungen aufgezeigt. Der Referent ist Mitglied der Amnesty-International-Kogruppe Israel und Palästina.

  • Infostand zu Rassismus und MenschenrechtsRuck am 14.03.2026: im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Wochen gegen Rassismus gab es ein Infostand von unsere lokalen Ortsgruppe.
  • Am 06. Februar  um 19:00 begleiteten wir eine Filmvorführung im Kino-Center Kehl mit einem Amnesty-International-Infostand rund um das Thema Israel/Palästina. 

Quelle: X Verleih

Ihre Amnesty-Ortsgruppe Offenburg

 

18. August 2026